Wolfgang Lang
Wolfgang Lang wurde als Sohn des Bäckermeisters Georg Lang in Stadtsteinach geboren. Er studierte 1607 bis 1611 in Wittenberg, wo er auch zum Pfarrer ordiniert wurde. Er hatte zahlreiche Pfarrstellen in Österreich inne. Seit 1623 war er Prediger der deutschen Pfarre in Rechnitz. 1623, auf der calvinistischen Generalsynode zu Szentlőrinc, führte er die Disputation über das Heilige Abendmahl. 1624 wurde er zum Senior der deutschen Gemeinden in den Batthyány-Herrschaften gewählt und hatte einen erheblichen Anteil an der Bewahrung der lutherischen Ansichten. 1625, beim Begräbnis Franz Batthyánys, hielt er Predigten über neun Bibelstellen in deutscher Sprache.
1634 musste Lang Rechnitz verlassen und fand Zuflucht in Oberpetersdorf in der Herrschaft Kobersdorf. Dort waren die Liszty damals Grundherren. In einem Gesuch bat er Adam Batthyány, seine beiden Äcker in Rechnitz noch abernten zu dürfen. 1652 war er Pfarrer in Pilgersdorf, wo sich eine ganze Gruppe von Glaubensflüchtlingen aus der Steiermark und Kärnten aufhielt. Lang war viermal verheiratet, jeweils mit Witwen. Sein Vermögen hatte er dreimal durch Brand und neunmal durch Vertreibung verloren. 1663 starb er in Güns.
