Michael Marczali-Morgenstern

Er entstammte väter- und mütterlicherseits bedeutenden Rabbinerfamilien. Sein Vater war ein bekannter Talmudist und Rabbiner in Schlaining. Michael Morgenstern besuchte die Rabbinerschulen in Mattersburg und Preßburg. Mit zwanzig Jahren ging er nach Pápa, wo er seine Matura machte. Anschließend studierte er in Prag. 1852 wurde er nach Marczali im Komitat Somogy zum Rabbiner berufen. 1875 nahm er den Namen der Gemeinde als Familiennamen an. Er war Vertreter der Gemeinde am Nationalen Jüdischen Kongress von 1868. 

Unter seinen deutsch und ungarisch verfassten Schriften sind erwähnenswert: „Beruf, Kampf und Lohn der Rabbiner“ (Antrittsrede, Groß-Kanizsa, 1852) und „Trauer in Erinnerung an Graf István Széchenyi“ (1860). Er schrieb zahlreiche Artikel in jüdischen Zeitschriften des In- und Auslandes. Seine Frau war Rozalia Freyer, geboren in Raab. Sein Sohn war der bedeutende Arzt Paul Marczali, sein Enkel der Historiker Heinrich Marczali. 

Daten

* Juni 1824 in Stadtschlaining
† 05.10.1889 in Marczali

Rabbiner und jüdischer Schriftsteller


Verwendete Literatur