Christoph Lang
Lang studierte in Wittenberg, wo er auch literarisch tätig war. Er verfasste dort sein „Testamentum Davidicum oder die letzten Worte Davids“, das er dem Rat seiner Heimatstadt Rust widmete. Das Werk nahm in der Streitkultur der damaligen Zeit einen wichtigen Platz ein. Er schrieb auch Geleitworte und Widmungen zu der Gedichtsammlung „Freudenkränzlein“ und den Werken „De ortu Animae Rationalis“ des aus Oberungarn stammenden Christoph Klesch sowie zu „Verba lactea“ des Samuel Serpilius, Pfarrer in Ödenburg. Er war beiden ebenfalls aus dem ungarischen Deutschtum stammenden Theologen eng verbunden.
Am 08.07.1655 wurde Lang von Bischof Gregor Musay zum Pfarrer von Steinberg und Oberloisdorf ordiniert, wo er bis 1660 wirkte. 1660, während er bei einem Begräbnis weilte, wurden die Schlüssel der Kirche von einem Beauftragten Nádasdys und dem Propst des Lockenhauser Schlosses konfisziert. Lang musste Steinberg verlassen. Er fand eine Anstellung als Lehrer in Rust.
